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Aktuelles

Projekt „angekommen in deiner Stadt - Kreis Recklinghausen“ und Verein AusbildungsPaten luden zum Speed-Dating

Initiiert durch das Projekt „angekommen in deiner Stadt – Kreis Recklinghausen“ fand in Kooperation mit dem Verein „AusbildungsPaten im Kreis Recklinghausen e.V.“ am 4. November 2019 ein Speed-Dating zur Berufsorientierung statt. Zur Auftaktveranstaltung fanden insgesamt sechs Ausbildungspaten und zwölf Schüler den Weg ins Jugendcafé Areopag in Recklinghausen.

Die Teilnehmer hatten in kurzen Gesprächsrunden die Möglichkeit, sich mit den AusbildungsPaten auszutauschen und einander kennenzulernen. Nach einer kurzen Vorstellung der Paten unterhielten sich die “Tandems” vor allem über die persönliche und schulische Situation der Jugendlichen sowie über mögliche Berufswünsche. So konnten die AusbildungsPaten einen Überblick über die Interessen und beruflichen Ziele der Schülerinnen und Schüler bekommen. Die Jugendlichen konnten für sich herausfinden konnten, mit welchem Paten sie gerne zusammenarbeiten würden.

Durch das Speed-Dating konnten am Ende sechs Patenschaften direkt vor Ort geschlossen werden. Aber auch die übrigen sechs Teilnehmer gehen nicht leer aus, sondern erhalten im Nachgang ebenfalls einen passenden Paten. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz ist bereits ein weiteres Speed-Dating zum Start in den Beruf geplant.

Danke-schön-Abend im Majestic Theater Waltrop

19 Patinnen und Paten mit ihren Jugendlichen waren am 11. Oktober 2019 der Einladung des Vereinsvorstands ins Waltroper Majestic Theater gefolgt. Mit einem unterhaltsamen Abend sollte den AusbildungsPaten für ihren Einsatz gedankt werden. Zugleich bot ein solches Treffen die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Paten und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.
Nachdem sich alle Teilnehmer bei einer exquisiten Auswahl an Tapas gestärkt hatten, war man bereit für die Magiershow “Hirngespinste”. Alle waren verblüfft über die Fähigkeiten von Alex Morgenthau und Adam Weiss. Sie zeigten beispielsweise ihre Fähigkeiten als Hypnotiseure und waren offensichtlich in der Lage, die Gedanken der Zuschauer zu erraten. Paten und Jugendliche ließen sich mit in die Show einbeziehen.

AusbildungsPaten unterstützen Gladbecker Gesamtschüler

Auch die Schülerinnen und Schüler an der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck erhalten besondere Unterstützung, damit der Weg in die Berufsausbildung möglichst gut gelingt. Schulleiterin Alrun ten Have freut sich, dass die Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in den Kreis der Partner aufgenommen wurde, die mit dem Verein der AusbildungsPaten kooperieren.
David aus Klasse 10 gehört zu der Gruppe von Jugendlichen, die von einem AusbildungsPaten betreut werden. Seine Berufskoordinatorin Wibke Knepper hatte ihm vorgeschlagen, diese Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Jürgen Linau-Seifer – Diplom-Ingenieur im Ruhestand – will David zur Seite stehen und ihn zunächst bei der Stellensuche aktiv unterstützen.

Bericht in der WAZ Gladbeck vom 22.06.2019

Eine Erfolgsgeschichte: 2006 von der AusbildungsPatin betreut - heute Meister

Dagmar Nitsch-Musikant – langjährige Ausbildungspaten und Mitglied im Vorstand – berichtet in Absprache mit Aron, den sie über viele Jahre begleitet hat:

Aron war 16 Jahre alt, als wir uns in seiner Schule, der Martin-Luther-King Gesamtschule in Marl kennenlernten. Die AusbildungsPaten Recklinghausen hatten 2005 ihre Tätigkeit für junge Menschen im Kreis Vest aufgenommen. Ich war ehrenamtliche Ausbildungspatin.

In Arons Schule gab es das „Kunterbunte Chamäleon“ als Einrichtung der evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit mit einem separaten Büro. Die AusbildungsPaten und das „Kunterbunte Chamäleon“ hatten eine Kooperation und stellten den Kontakt in der Schule zwischen Paten und Jugendlichen her.

Zu der Zeit hatte ich einige Kurse zum Thema „Der erste Eindruck“ in Schulen des Vestischen Kreises gegeben und ich war auch als Patin in Arons Schule tätig. In einem dieser Kurse sind wir uns zum ersten Mal begegnet.

Der Weg vom Kennenlernen zu einer Ausbildungspatenschaft lief dann über einen Mitarbeiter des „Kunterbunten Chamäleons“ und startete in 2006. Unsere regelmäßigen Treffen fanden in unserem Haus unweit der damaligen Schule auf der gleichen Straße statt. Aron wurde Teil meiner Familie, mein Sohn war etwas älter, meine Tochter schon aus dem Haus und wohnte in Köln. Unsere Meetings fanden entweder in der Küche oder im Esszimmer statt. Reinkommen, Schuhe aus, Saft oder Wasser – und dann ging es los!

Widerstände gegen die Patenschaft und die damit verbundenen Treffen und Telefonate hatte Aron, aber er zeigte sie nicht und ließ sich in Folge auf fast alle Vorschläge, Aufgaben und Erledigungen ein. Wir hatten viel zu tun, Aron war in der „Findungsphase der Berufsorientierung“.

Was kann ich gut, was macht mir Spaß, was will ich? Das waren die ersten Themen, die wir gemeinsam besprachen. Wie erstelle ich einen Lebenslauf? Was muss ich unternehmen, um einen Praktikumsplatz zu bekommen? Aron hat sehr selbständig seine Praktikumsstellen kontaktet und Termine vereinbart. Er hat einige Schnuppertage absolviert in der Zerspannungstechnik und im Holztechnikbereich. Es war für ihn eine „Zeit der hohen Anforderungen“. Zuhause die Eltern und dann zusätzlich – aber freiwillig – noch eine Patin, die sich ständig meldete und immer was wollte.

Meine Aufgaben habe ich als Anstoß, Tipps, Impulse geben, gesehen. Das hat durchgängig bis heute hervorragend und erfolgreich funktioniert.

Aron hat immer alles für sich selbst entschieden, war aber bereit zur Diskussion und auch zum unterstützenden Austausch. Zu dieser Zeit haben wir uns einmal wöchentlich getroffen und regelmäßig telefoniert. Lebenslauf erstellen, korrigieren, Anschreiben erstellen, korrigieren. Das waren viele Stunden, die wir gemeinsam und Aron auch einsam am PC und mit Mailings verbrachten.

Was wird in einem Vorstellungsgespräch von mir erwartet? Das haben wir sehr oft geübt. Raus in den Flur, anklopfen, abwarten, eintreten, begrüßen. Dann stand Aron vor mir, schaute verzweifelt vom Boden zu mir……………
Die erste Begegnung in einer Bewerbung und das Gespräch haben wir so lange geübt, bis Aron es perfekt konnte. Immer in gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung der Optimierungen und Entwicklungsfortschritte.
Einen Satz hat Aron bis heute präsent: „Bitte einen ordentlichen Handdruck und kein welkes Salatblatt“.

Aron trifft bezüglich der weiteren Vorgehensweise seine Entscheidung und wir suchen zum Sommer 2007 eine Lehrstelle. Auf geht’s!

Im Sommer 2007 hat Aron als Auszubildender zum Industriemechaniker bei Rexam in Recklinghausen angefangen. Nach der Ausbildung war er verantwortlich im Bereich Mechanische Instandhaltung. In diesem Unternehmen hat Aron bis 2017 gearbeitet. Es fanden Radiointerviews statt und gemeinsam drehten wir einen kleinen Film in seinem Ausbildungsbetrieb. Dann ging das Unternehmen zum Ende 2017 in die Betriebsauflösung.

In der Zeit seiner Ausbildung haben wir uns regelmäßig getroffen und telefoniert, danach wurden die Kontakte seltener. Wenn wir uns trafen, waren es Einladungen der AusbildungsPaten, und wir haben uns immer gefreut, uns zu sehen.
Zu erzählen gab es immer viel. Mama, Bruder und Freund – meine Kinder und Enkelkinder, was machen Sie, wie geht es Ihnen?

Mitte 2017 rief Aron mich an. „Ich werde arbeitslos, Rexam geht in die Betriebsauflösung!“ Aron war wieder da, diesmal als Paten-Erwachsener. Wir haben gesessen, gesprochen, überlegt und ausgewogen.
Was will ich, was kann ich, was bin ich bereit zu tun? Mit einem Telefonat waren wir wieder in unserer „Verbindung“. Neue Stelle, Bewerbungsverfahren, Weiterlernen im Beruf, Meisterausbildung oder eventuell ein Studium??? Gespräche, Abwägungen, favorisieren, neu denken, anders denken. Schwups waren wir wieder im alt bewährten Verfahrensablauf! Wieder mit Erfolg!

2019 – Aron hat seine Ausbildung zum Industriemeister bestanden, ich bin so stolz auf ihn und freue mich riesig! Heute, am Sonntag, treffen wir uns und üben ein Bewerbungsgespräch. Diesmal Industriemeister – Unternehmer.

Arons Entwicklung vom Jugendlichen zum Erwachsenen begleiten zu dürfen war für mich eine sehr befriedigende ehrenamtliche Tätigkeit, die ich mit hohem Engagement machen durfte. Dass sie erfolgreich war, daran haben wir Beide gemeinsam unseren Anteil. Aron hat alle Chancen und Möglichkeiten ergriffen, seine Vorstellungen und Wünsche umzusetzen.

RAG-STIFTUNG UND EVONIK STARTEN PRAKTIKUMSPROGRAMM „MATCHING 2020“ ZUR BERUFSORIENTIERUNG

Die RAG-Stiftung schafft mit 1,35 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren rund 1.500 zusätzliche Praktikumsplätze und ermöglicht Schülerinnen und Schülern aus dem Ruhrgebiet so wichtige Einblicke in die vielfältige Welt der Berufsausbildung, um sie auf die richtige Berufswahl vorzubereiten. Geschulte Ausbilder von Evonik führen die Praktika in den eigenen Betrieben durch. Dazu stehen aufeinander aufbauende Projekttage zu den naturwissenschaftlichen und technischen Berufsbildern, Exkursionen durch die Ausbildungsstätten, Berufsorientierung auf digitaler Basis mit Virtual-Reality-Brillen, vorbereitende Einstellungstests und individuelle Beratungsangebote auf dem Programm.
Zusätzlich haben Eltern und Lehrer die Möglichkeit, einen Praktikumstag in der Ausbildung von Evonik zu erleben.

Zur Pressemeldung

Lob – Kritik – Anregung

Möchten Sie

  • Lob anbringen?
  • Kritik äußern?
  • eine Anregung geben?

Der Vorstand der AusbildungsPaten freut sich auf Ihre Mitteilung per Email:
Vorstand@ausbildungspaten.de

Hinweis auf unsere nächste Seminarveranstaltung

(Anmeldung per E-Mail: info@ausbildungspaten.de oder per Telefon 02361-3060576
Bürozeiten: Dienstag 14 – 18 Uhr, Freitag 9 – 13 Uhr
Für Mitglieder sowie aktive bzw. passive Paten übernimmt der Verein die Kosten.)

Dienstag, 3. Dezember 2019 – 18:00 bis 19:30 Uhr
Berufswahltest – Berufliche Eignung – Ausbildungsreife

Referentin: Elisabeth Sporys, Psychologin, Agentur für Arbeit

Ort: Erich-Klausener-Haus (EG), Kemnastr. 7, 45657 Recklinghausen

Der Berufswahltest ist ein wissenschaftlich ausgereiftes und praktisch bewährtes Testverfahren, das pro Jahr von etwa 30 000 Jugendlichen genutzt wird. Mit diesem Angebot möchte der Berufspsycho-logische Service der Bundesagentur für Arbeit Schülerinnen und Schüler beim Sprung ins Berufsleben Antwort auf folgende Fragen geben:

  • Bringe ich die Voraussetzungen für meinen Wunschberuf / meine Wunschberufe mit?
  • Wie kann ich mehr über meine Fähigkeiten und beruflichen Interessen erfahren?
  • Welche Berufe / Berufsbereiche passen zu mir? 


Die Testergebnisse geben den Berufsberaterinnen und -beratern wichtige Hinweise auf die Interessen und Kompetenzen sowie das Leistungsvermögen der Jugendlichen.
An diesem Abend wird erläutert, für welche Zielgruppe der Berufswahltest geeignet ist, wie dieses Verfahren abläuft und wie die Beratungsfachkraft vor Ort die Ergebnisse für die Berufswahlentscheidung nutzt.

Weitere Seminarangebote:

AusbildungsPaten

AusbildungsPaten im Kreis Recklinghausen e.V.
45657 Recklinghausen | Kemnastraße 7
Telefon: 02361 3060576 | info [at] ausbildungspaten.de

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