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Freiwilligendienste

Der Freiwilligendienst richtet sich an Frauen und Männer in jedem Alter, die sich ehrenamtlich für das Allgemeinwohl einsetzen möchten. Die Freiwilligen können sich in sozialen, ökologischen und kulturellen Bereichen oder auf dem Gebiet des Sports, der Integration und des Zivil- und Katastrophenschutzes engagieren. Mit dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) soll Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, durch freiwilliges Engagement geholfen und gleichzeitig denen, die helfen wollen, eine Bereicherung für ihr Leben gegeben werden.
Manch ein Jugendlicher nutzt die Wartezeit bis zum Beginn einer Ausbildung und engagiert sich in einem Freiwilligendienst.
Das Angebot des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ergänzt die Jugendfreiwilligendienste, nämlich das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ).
Die Hauptverantwortung für die Freiwilligendienste liegt bei den Einsatzstellen vor Ort. Diese suchen und finden Freiwillige und begleiten sie während der Freiwilligenzeit. Einsatzstellen und Freiwillige können den Freiwilligendienst innerhalb der wenigen staatlichen Vorgaben individuell ausgestalten.
Fazit: Alle drei gesetzlich geregelten Freiwilligendienste BFD, FSJ und FÖJ verfolgen das gleiche Ziel, sind beinahe identisch ausgestaltet und bestehen gleichwertig nebeneinander. FSJ und FÖJ unterliegen allerdings einer Altersgrenze.

Wer kann einen Freiwilligendienst absolvieren?
Jeder, der die Pflichtschulzeit absolviert hat, kann den Freiwilligendienst machen. Der Dienst bietet sich an für junge Menschen nach der Schule, Menschen in mittleren Jahren und Senioren. Alter, Geschlecht oder die Art des Schulabschlusses sind unerheblich. Der Freiwilligendienst steht auch Ausländern offen.

Dauer des Freiwilligendienstes
Der Freiwilligendienst dauert im Durchschnitt ein Jahr. Es ist aber auch eine längere Verweildauer von bis zu zwei Jahren möglich. Das Minimum liegt bei einem halben Jahr. Der Freiwilligendienst ist also flexibel ausgestaltet. Für Personen, die älter als 27 Jahre sind, beträgt die Dauer mindestens ein Jahr. Dabei sind im Minimum 20 Wochenstunden verpflichtend.

Dienstzeiten
Unter 27-Jährige im Freiwilligendienst müssen in Vollzeit arbeiten. Freiwillige ab 27 Jahren müssen wenigstens 20 Wochenstunden ihrer Einsatzstelle zur Verfügung stehen.

Ausland
Die Frage, ob der BFD im Ausland abgeleistet werden kann, ist zu verneinen.
Ein FSJ allerdings kann im Ausland geleistet werden. Es wird jedoch immer mehr auf den Internationalen Jugenfreiwilligendienst (IJFD), den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst “weltwärts” oder den Europäischen Freiwilligendienst zurückgegriffen als auf das “FSJ im Ausland”.

Wo können Fragen zum BFD und FSJ gestellt werden?
FAQ zum Bundesfreiwilligendienst
Forum zum BFD und FSJ

Welche Leistungen erhält man im Freiwilligendienst?
Der Freiwilligendienst ist nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen. An erster Stelle stehen Lebenserfahrung und für junge Menschen erste berufliche Kontakte. Aber es gibt auch materielle Leistungen im BFD:

– Freiwilligenausweis
Jeder Freiwillige bekommt einen Freiwilligenausweis. So kann er seinen Status leichter nachweisen und Vergünstigungen wie beispielsweise ermäßigte Fahrkarten, Ermäßigungen in öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder im Museum einfacher erhalten.
Einen Anspruch begründet der Freiwilligenausweis allerdings nicht.

– Anleitung
Die Freiwilligen im BFD und FSJ bekommen Anleitung durch eine Fachkraft der Einsatzstelle. Zudem nehmen alle Freiwilligen an kostenlosen Seminaren teil.

– Taschengeld
Freiwillige erhalten von der Einsatzstelle ein Taschengeld. Sie entscheidet nach eigenem Ermessen über die Höhe. Die Höchstgrenze liegt aktuell (2016) bei 372,00 Euro.
Die Einsatzstelle stellt zudem oft entweder Berufskleidung, Unterkunft und Verpflegung bereit oder erstattet die hierfür anfallenden Kosten.

– Sozialversicherung
Im Hinblick auf die Sozialversicherungen ist der Bundesfreiwilligendienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt, so dass die Freiwilligen beispielsweise krankenversichert sind. Die Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden komplett übernommen.

– Zeugnis
Nach Abschluss des Bundesfreiwilligendienstes, wird jedem Freiwilligen ein qualifiziertes Zeugnis ausgestellt.

In welchen Bereichen kann man im Freiwilligendienst tätig sein?
Die Einsatzbereiche sind breit gefächert. Ein klassisches Einsatzgebiet ist das der sozialen Arbeit, also beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe; ist die Jugendarbeit, die Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege sowie die Behindertenhilfe. Aber der Freiwilligendienst kann auch im Umweltschutz und Naturschutz, im Sport, im Bereich der Integration, der Kultur- und Denkmalpflege, der Bildung sowie des Zivil- und Katastrophenschutzes geleistet werden.

Stellen im Freiwilligendienst
Für den einzelnen Freiwilligen ist die unterschiedliche Organisation in FSJ-Stellen und BFD-Stellen nicht erheblich (wenn er die FSJ-Altersgrenze nicht überschreitet). Er kann sich direkt an den Stellenanbieter wenden, also etwa an Sozialverbände oder Krankenhäuser, und sich dort bewerben.

Vor Ort erkundigt man sich z. B. bei den Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen, Förderschulen für geistige sowie motorische und körperliche Entwicklung, Auch die Wohlfahrtsverbände Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Malteser, Deutsches Rotes Kreuz, Lebenshilfe und Paritätischer Wohlfahrtsverband können angefragt werden.

Es gibt auch Stellenbörsen – nach Einsatzorten gegliedert:

Bundes-Freiwilligendienst.de

Sozialeinsatz.de

Bundesfreiwilligendienst.de

DeinJahr.org

Weiterführende Informationen zu speziellen Einsatzgebieten:

Internationale Jugendgemeinschaftsdienste

Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Freiwilligendienste im Sport

AusbildungsPaten

AusbildungsPaten im Kreis Recklinghausen e.V.
45657 Recklinghausen | Kemnastraße 7
Telefon: 02361 3060576 | info [at] ausbildungspaten.de

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