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In 10 Minuten zur Lehrstelle beim IHK-Speed-Dating

In zehn Minuten zur Lehrstelle? Das ist durchaus möglich für Schülerinnen und Schüler, die am IHK-Azubi-Speed-Dating am 22. Mai 2019 in Recklinghausen teilnehmen und so ihren zukünftigen Chef nicht nur kennenlernen, sondern gleich überzeugen möchten.

Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich bei zahlreichen Unternehmen aus der Region vorzustellen. Die Idee ist einfach: Zehn Minuten haben junge Leute Zeit, sich im Gespräch mit Unternehmern, Personalleitern oder Ausbildern interessant zu machen – und umgekehrt.

Um sich bei einem der Unternehmen vorstellen zu können, setzen die Jugendlichen sich auf den Warteplatz des jeweiligen Betriebes. Von dort werden sie dann von einem Unternehmensvertreter zum Gespräch abgeholt.

Wichtig:
Um den Betrieb überzeugen zu können, sollten die Schüler sich vorab neben dem angebotenen Ausbildungsberuf auch über das Unternehmen informieren. Sehr gut eignen sich hierfür die Internetseiten der jeweiligen Betriebe. Die Schüler sollten unbedingt aktuelle Bewerbungsunterlagen in ausreichender Anzahl mit sich führen. Diese können den Unternehmen vorgelegt und zur weiteren Ansicht überlassen werden.

So lief das Azubi-Speed-Datin im vergangenen Jahr ab

Anmeldung für Schülerinnen und Schüler

Eine Erfolgsgeschichte: 2006 von der AusbildungsPatin betreut - heute Meister

Dagmar Nitsch-Musikant – langjährige Ausbildungspaten und Mitglied im Vorstand – berichtet in Absprache mit Aron, den sie über viele Jahre begleitet hat:

Aron war 16 Jahre alt, als wir uns in seiner Schule, der Martin-Luther-King Gesamtschule in Marl kennenlernten. Die AusbildungsPaten Recklinghausen hatten 2005 ihre Tätigkeit für junge Menschen im Kreis Vest aufgenommen. Ich war ehrenamtliche Ausbildungspatin.

In Arons Schule gab es das „Kunterbunte Chamäleon“ als Einrichtung der evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit mit einem separaten Büro. Die AusbildungsPaten und das „Kunterbunte Chamäleon“ hatten eine Kooperation und stellten den Kontakt in der Schule zwischen Paten und Jugendlichen her.

Zu der Zeit hatte ich einige Kurse zum Thema „Der erste Eindruck“ in Schulen des Vestischen Kreises gegeben und ich war auch als Patin in Arons Schule tätig. In einem dieser Kurse sind wir uns zum ersten Mal begegnet.

Der Weg vom Kennenlernen zu einer Ausbildungspatenschaft lief dann über einen Mitarbeiter des „Kunterbunten Chamäleons“ und startete in 2006. Unsere regelmäßigen Treffen fanden in unserem Haus unweit der damaligen Schule auf der gleichen Straße statt. Aron wurde Teil meiner Familie, mein Sohn war etwas älter, meine Tochter schon aus dem Haus und wohnte in Köln. Unsere Meetings fanden entweder in der Küche oder im Esszimmer statt. Reinkommen, Schuhe aus, Saft oder Wasser – und dann ging es los!

Widerstände gegen die Patenschaft und die damit verbundenen Treffen und Telefonate hatte Aron, aber er zeigte sie nicht und ließ sich in Folge auf fast alle Vorschläge, Aufgaben und Erledigungen ein. Wir hatten viel zu tun, Aron war in der „Findungsphase der Berufsorientierung“.

Was kann ich gut, was macht mir Spaß, was will ich? Das waren die ersten Themen, die wir gemeinsam besprachen. Wie erstelle ich einen Lebenslauf? Was muss ich unternehmen, um einen Praktikumsplatz zu bekommen? Aron hat sehr selbständig seine Praktikumsstellen kontaktet und Termine vereinbart. Er hat einige Schnuppertage absolviert in der Zerspannungstechnik und im Holztechnikbereich. Es war für ihn eine „Zeit der hohen Anforderungen“. Zuhause die Eltern und dann zusätzlich – aber freiwillig – noch eine Patin, die sich ständig meldete und immer was wollte.

Meine Aufgaben habe ich als Anstoß, Tipps, Impulse geben, gesehen. Das hat durchgängig bis heute hervorragend und erfolgreich funktioniert.

Aron hat immer alles für sich selbst entschieden, war aber bereit zur Diskussion und auch zum unterstützenden Austausch. Zu dieser Zeit haben wir uns einmal wöchentlich getroffen und regelmäßig telefoniert. Lebenslauf erstellen, korrigieren, Anschreiben erstellen, korrigieren. Das waren viele Stunden, die wir gemeinsam und Aron auch einsam am PC und mit Mailings verbrachten.

Was wird in einem Vorstellungsgespräch von mir erwartet? Das haben wir sehr oft geübt. Raus in den Flur, anklopfen, abwarten, eintreten, begrüßen. Dann stand Aron vor mir, schaute verzweifelt vom Boden zu mir……………
Die erste Begegnung in einer Bewerbung und das Gespräch haben wir so lange geübt, bis Aron es perfekt konnte. Immer in gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung der Optimierungen und Entwicklungsfortschritte.
Einen Satz hat Aron bis heute präsent: „Bitte einen ordentlichen Handdruck und kein welkes Salatblatt“.

Aron trifft bezüglich der weiteren Vorgehensweise seine Entscheidung und wir suchen zum Sommer 2007 eine Lehrstelle. Auf geht’s!

Im Sommer 2007 hat Aron als Auszubildender zum Industriemechaniker bei Rexam in Recklinghausen angefangen. Nach der Ausbildung war er verantwortlich im Bereich Mechanische Instandhaltung. In diesem Unternehmen hat Aron bis 2017 gearbeitet. Es fanden Radiointerviews statt und gemeinsam drehten wir einen kleinen Film in seinem Ausbildungsbetrieb. Dann ging das Unternehmen zum Ende 2017 in die Betriebsauflösung.

In der Zeit seiner Ausbildung haben wir uns regelmäßig getroffen und telefoniert, danach wurden die Kontakte seltener. Wenn wir uns trafen, waren es Einladungen der AusbildungsPaten, und wir haben uns immer gefreut, uns zu sehen.
Zu erzählen gab es immer viel. Mama, Bruder und Freund – meine Kinder und Enkelkinder, was machen Sie, wie geht es Ihnen?

Mitte 2017 rief Aron mich an. „Ich werde arbeitslos, Rexam geht in die Betriebsauflösung!“ Aron war wieder da, diesmal als Paten-Erwachsener. Wir haben gesessen, gesprochen, überlegt und ausgewogen.
Was will ich, was kann ich, was bin ich bereit zu tun? Mit einem Telefonat waren wir wieder in unserer „Verbindung“. Neue Stelle, Bewerbungsverfahren, Weiterlernen im Beruf, Meisterausbildung oder eventuell ein Studium??? Gespräche, Abwägungen, favorisieren, neu denken, anders denken. Schwups waren wir wieder im alt bewährten Verfahrensablauf! Wieder mit Erfolg!

2019 – Aron hat seine Ausbildung zum Industriemeister bestanden, ich bin so stolz auf ihn und freue mich riesig! Heute, am Sonntag, treffen wir uns und üben ein Bewerbungsgespräch. Diesmal Industriemeister – Unternehmer.

Arons Entwicklung vom Jugendlichen zum Erwachsenen begleiten zu dürfen war für mich eine sehr befriedigende ehrenamtliche Tätigkeit, die ich mit hohem Engagement machen durfte. Dass sie erfolgreich war, daran haben wir Beide gemeinsam unseren Anteil. Aron hat alle Chancen und Möglichkeiten ergriffen, seine Vorstellungen und Wünsche umzusetzen.

Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement

Am Berufskolleg Castrop-Rauxel besteht ab 01.02.2019 zum zweiten Mal die Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement (w/m/d).
Das Ausbildungsangebot richtete sich an Menschen, die zum regulären Ausbildungsbeginn unversorgt geblieben sind. Ausbildungsbetrieb ist das Berufskolleg in Kooperation mit Praktikumsbetrieben, die Ausbildungserfahrung haben.

Aufnahmevoraussetzung der zweijährigen verkürzten Ausbildung zum 01.02.2019:

  • ein Schulabschluss an der Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung (Handelsschule) oder
  • ein Schulbesuch an der Höheren Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung für mindestens ein Jahr oder
  • mindestens Fachhochschulreife in einem beliebigen Bildungsgang.

Nach zwei Jahren endet die Ausbildung mit einer Abschlussprüfung vor der IHK.

Die Ausschreibung ist auch über die JobBörse der Arbeitsagentur LINK (Referenznummer 10000-1166912455-S) abrufbar.

Hier gibt es ausführliche Informationen

Ausbildungspaten im ARD Morgenmagazin

Das Ausbildungsjahr hat gerade begonnen. Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind so gut wie selten zuvor. Trotzdem gibt es auch Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, eine passende Lehrstelle zu finden oder die die Ausbildung vorzeitig abbrechen.

In ganz NRW gibt es verschiedene AusbildungsPaten-Projekte, die Jugendlichen, die einen schwierigen Start ins Berufsleben vor sich haben, erfahrene Paten zur Seite stellen – Männer und Frauen, oft Rentner, die die jungen Leute von der Bewerbung bis zum Abschluss der Lehre begleiten.

Der Reporter des ARD – Morgenmagazins Thomas Schindler hat in Köln zwei Patentandems begleitet – eins steht noch am Anfang der Berufstätigkeit, das andere hat es schon bis zum 3. Lehrjahr geschafft.

Hier können Sie sich den Beitrag aus dem MoMa ansehen

RAG-STIFTUNG UND EVONIK STARTEN PRAKTIKUMSPROGRAMM „MATCHING 2020“ ZUR BERUFSORIENTIERUNG

Die RAG-Stiftung schafft mit 1,35 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren rund 1.500 zusätzliche Praktikumsplätze und ermöglicht Schülerinnen und Schülern aus dem Ruhrgebiet so wichtige Einblicke in die vielfältige Welt der Berufsausbildung, um sie auf die richtige Berufswahl vorzubereiten. Geschulte Ausbilder von Evonik führen die Praktika in den eigenen Betrieben durch. Dazu stehen aufeinander aufbauende Projekttage zu den naturwissenschaftlichen und technischen Berufsbildern, Exkursionen durch die Ausbildungsstätten, Berufsorientierung auf digitaler Basis mit Virtual-Reality-Brillen, vorbereitende Einstellungstests und individuelle Beratungsangebote auf dem Programm.
Zusätzlich haben Eltern und Lehrer die Möglichkeit, einen Praktikumstag in der Ausbildung von Evonik zu erleben.

Zur Pressemeldung

Lob – Kritik – Anregung

Möchten Sie

  • Lob anbringen?
  • Kritik äußern?
  • eine Anregung geben?

Der Vorstand der AusbildungsPaten freut sich auf Ihre Mitteilung per Email:
Vorstand@ausbildungspaten.de

Hinweis auf unsere nächste Seminarveranstaltung

(Anmeldung per E-Mail: info@ausbildungspaten.de oder per Telefon 02361-3060576
Bürozeiten: Dienstag 14 – 18 Uhr, Freitag 9 – 13 Uhr
Für Mitglieder sowie aktive bzw. passive Paten übernimmt der Verein die Kosten.)

Dienstag, 25. Juni 2019 – 18:00 bis 19:30 Uhr
Unbekannte Ausbildungsberufe – Chancen in Berufen abseits der mistgewählten Ausbildungsberufe

Referentinnen: Beate Pfennigstorf, Berufsberaterin, Agentur für Arbeit Recklinghausen
Sabrina Rajca, Ausbildungsstellenvermittlerin

Ort: Erich-Klausener-Haus (EG), Kemnastr. 7, 45657 Recklinghausen

Es gibt rund 330 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Dennoch konzentrieren sich die Berufswünsche von fast 50 % der Jugendlichen auf nur 10 Ausbildungsberufe, wobei sich bei den „beliebtesten“ Ausbildungsberufen über die Jahre hinweg nur wenig geändert hat und nach wie vor eine sehr deutliche Geschlechterdominanz zu beobachten ist. Weniger bekannte Berufe werden von den Jugendlichen bei der Berufswahl häufig nicht berücksichtigt. Dabei bieten gerade diese Ausbildungsberufe gute Erfolgsaussichten, da die Bewerberkonkurrenz geringer ist.

An diesem Abend soll der Schwerpunkt auf der Erläuterung des Ausbildungsmarktes des Arbeitsagenturbezirks Recklinghausen liegen. Insbesondere wird auf „unbekannte“ Alternativberufe zu den Wunsch-Ausbildungsberufen eingegangen, die bei Jugendlichen trotz Aufklärung selten berücksichtigt werden. Es handelt sich hierbei um Ausbildungsstellen in Berufen, die relativ häufig von den Arbeitgebern gemeldet werden, aber relativ wenige Bewerbungen erhalten und so gute Vermittlungsaussichten bieten.

Zu diesem Seminar sind auch AusbildungsJugendliche herzlich wollkommen. Bitte sprechen Sie Ihren „Schützling“ an!

Weitere Seminarangebote:

AusbildungsPaten

AusbildungsPaten im Kreis Recklinghausen e.V.
45657 Recklinghausen | Kemnastraße 7
Telefon: 02361 3060576 | info [at] ausbildungspaten.de

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