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Eine Erfolgsgeschichte: 2006 von der AusbildungsPatin betreut - heute Meister

Dagmar Nitsch-Musikant – langjährige Ausbildungspaten und Mitglied im Vorstand – berichtet in Absprache mit Aron, den sie über viele Jahre begleitet hat:

Aron war 16 Jahre alt, als wir uns in seiner Schule, der Martin-Luther-King Gesamtschule in Marl kennenlernten. Die AusbildungsPaten Recklinghausen hatten 2005 ihre Tätigkeit für junge Menschen im Kreis Vest aufgenommen. Ich war ehrenamtliche Ausbildungspatin.

In Arons Schule gab es das „Kunterbunte Chamäleon“ als Einrichtung der evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit mit einem separaten Büro. Die AusbildungsPaten und das „Kunterbunte Chamäleon“ hatten eine Kooperation und stellten den Kontakt in der Schule zwischen Paten und Jugendlichen her.

Zu der Zeit hatte ich einige Kurse zum Thema „Der erste Eindruck“ in Schulen des Vestischen Kreises gegeben und ich war auch als Patin in Arons Schule tätig. In einem dieser Kurse sind wir uns zum ersten Mal begegnet.

Der Weg vom Kennenlernen zu einer Ausbildungspatenschaft lief dann über einen Mitarbeiter des „Kunterbunten Chamäleons“ und startete in 2006. Unsere regelmäßigen Treffen fanden in unserem Haus unweit der damaligen Schule auf der gleichen Straße statt. Aron wurde Teil meiner Familie, mein Sohn war etwas älter, meine Tochter schon aus dem Haus und wohnte in Köln. Unsere Meetings fanden entweder in der Küche oder im Esszimmer statt. Reinkommen, Schuhe aus, Saft oder Wasser – und dann ging es los!

Widerstände gegen die Patenschaft und die damit verbundenen Treffen und Telefonate hatte Aron, aber er zeigte sie nicht und ließ sich in Folge auf fast alle Vorschläge, Aufgaben und Erledigungen ein. Wir hatten viel zu tun, Aron war in der „Findungsphase der Berufsorientierung“.

Was kann ich gut, was macht mir Spaß, was will ich? Das waren die ersten Themen, die wir gemeinsam besprachen. Wie erstelle ich einen Lebenslauf? Was muss ich unternehmen, um einen Praktikumsplatz zu bekommen? Aron hat sehr selbständig seine Praktikumsstellen kontaktet und Termine vereinbart. Er hat einige Schnuppertage absolviert in der Zerspannungstechnik und im Holztechnikbereich. Es war für ihn eine „Zeit der hohen Anforderungen“. Zuhause die Eltern und dann zusätzlich – aber freiwillig – noch eine Patin, die sich ständig meldete und immer was wollte.

Meine Aufgaben habe ich als Anstoß, Tipps, Impulse geben, gesehen. Das hat durchgängig bis heute hervorragend und erfolgreich funktioniert.

Aron hat immer alles für sich selbst entschieden, war aber bereit zur Diskussion und auch zum unterstützenden Austausch. Zu dieser Zeit haben wir uns einmal wöchentlich getroffen und regelmäßig telefoniert. Lebenslauf erstellen, korrigieren, Anschreiben erstellen, korrigieren. Das waren viele Stunden, die wir gemeinsam und Aron auch einsam am PC und mit Mailings verbrachten.

Was wird in einem Vorstellungsgespräch von mir erwartet? Das haben wir sehr oft geübt. Raus in den Flur, anklopfen, abwarten, eintreten, begrüßen. Dann stand Aron vor mir, schaute verzweifelt vom Boden zu mir……………
Die erste Begegnung in einer Bewerbung und das Gespräch haben wir so lange geübt, bis Aron es perfekt konnte. Immer in gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung der Optimierungen und Entwicklungsfortschritte.
Einen Satz hat Aron bis heute präsent: „Bitte einen ordentlichen Handdruck und kein welkes Salatblatt“.

Aron trifft bezüglich der weiteren Vorgehensweise seine Entscheidung und wir suchen zum Sommer 2007 eine Lehrstelle. Auf geht’s!

Im Sommer 2007 hat Aron als Auszubildender zum Industriemechaniker bei Rexam in Recklinghausen angefangen. Nach der Ausbildung war er verantwortlich im Bereich Mechanische Instandhaltung. In diesem Unternehmen hat Aron bis 2017 gearbeitet. Es fanden Radiointerviews statt und gemeinsam drehten wir einen kleinen Film in seinem Ausbildungsbetrieb. Dann ging das Unternehmen zum Ende 2017 in die Betriebsauflösung.

In der Zeit seiner Ausbildung haben wir uns regelmäßig getroffen und telefoniert, danach wurden die Kontakte seltener. Wenn wir uns trafen, waren es Einladungen der AusbildungsPaten, und wir haben uns immer gefreut, uns zu sehen.
Zu erzählen gab es immer viel. Mama, Bruder und Freund – meine Kinder und Enkelkinder, was machen Sie, wie geht es Ihnen?

Mitte 2017 rief Aron mich an. „Ich werde arbeitslos, Rexam geht in die Betriebsauflösung!“ Aron war wieder da, diesmal als Paten-Erwachsener. Wir haben gesessen, gesprochen, überlegt und ausgewogen.
Was will ich, was kann ich, was bin ich bereit zu tun? Mit einem Telefonat waren wir wieder in unserer „Verbindung“. Neue Stelle, Bewerbungsverfahren, Weiterlernen im Beruf, Meisterausbildung oder eventuell ein Studium??? Gespräche, Abwägungen, favorisieren, neu denken, anders denken. Schwups waren wir wieder im alt bewährten Verfahrensablauf! Wieder mit Erfolg!

2019 – Aron hat seine Ausbildung zum Industriemeister bestanden, ich bin so stolz auf ihn und freue mich riesig! Heute, am Sonntag, treffen wir uns und üben ein Bewerbungsgespräch. Diesmal Industriemeister – Unternehmer.

Arons Entwicklung vom Jugendlichen zum Erwachsenen begleiten zu dürfen war für mich eine sehr befriedigende ehrenamtliche Tätigkeit, die ich mit hohem Engagement machen durfte. Dass sie erfolgreich war, daran haben wir Beide gemeinsam unseren Anteil. Aron hat alle Chancen und Möglichkeiten ergriffen, seine Vorstellungen und Wünsche umzusetzen.

Neujahrsempfang im Bildungszentrum des Handels

Am Montag, 11. Februar 2019 fand der traditionelle Neujahrsempfang der AusbildungsPaten statt. In diesem Jahr stand die Rede der Schirmherrin, Frau Regierungspräsidentin Dorothee Feller, im Mittelpunkt. Sie beleuchtete die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in der Escher-Lippe-Region und stellte fest, dass hier überdurchschnittlich viele Bewerber ohne Ausbildungsplatz blieben. Von daher begrüßte sie den Einsatz der AusbildungsPaten als ein wichtiges Unterstützungsangebot für die Jugendlichen am Übergang vom Schulleben in die Arbeitswelt.
Der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche lobte in seinem Grußwort – auch stellvertretend für die Bürgermeister im Vest – die tolle Arbeit der AusbildungsPaten.
Der Vereinsvorsitzende Dieter Korte beschrieb die neuen Aktionsfelder der AusbldungsPaten, nämlich das Engagement bei Geflüchteten und den Einsatz an den Berufskollegs. Außerdem machte er Werbung für eine Mitgliedschaft im Verein, da sich die AusbildungsPaten ausschließlich aus Spendengeldern finanzieren.
Die Zusammenarbeit mit den Schulen wurde bei diesem Neujahrsempfang auf eindrückliche Weise demonstriert. Die Gesamtschule Waltrop gab mit zwei gelungenen Einlagen ihrer Theater- und Tanz-AG dem Abend eine besondere Note.

Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement

Am Berufskolleg Castrop-Rauxel besteht ab 01.02.2019 zum zweiten Mal die Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement (w/m/d).
Das Ausbildungsangebot richtete sich an Menschen, die zum regulären Ausbildungsbeginn unversorgt geblieben sind. Ausbildungsbetrieb ist das Berufskolleg in Kooperation mit Praktikumsbetrieben, die Ausbildungserfahrung haben.

Aufnahmevoraussetzung der zweijährigen verkürzten Ausbildung zum 01.02.2019:

  • ein Schulabschluss an der Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung (Handelsschule) oder
  • ein Schulbesuch an der Höheren Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung für mindestens ein Jahr oder
  • mindestens Fachhochschulreife in einem beliebigen Bildungsgang.

Nach zwei Jahren endet die Ausbildung mit einer Abschlussprüfung vor der IHK.

Die Ausschreibung ist auch über die JobBörse der Arbeitsagentur LINK (Referenznummer 10000-1166912455-S) abrufbar.

Hier gibt es ausführliche Informationen

Ausbildungspaten im ARD Morgenmagazin

Das Ausbildungsjahr hat gerade begonnen. Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind so gut wie selten zuvor. Trotzdem gibt es auch Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, eine passende Lehrstelle zu finden oder die die Ausbildung vorzeitig abbrechen.

In ganz NRW gibt es verschiedene AusbildungsPaten-Projekte, die Jugendlichen, die einen schwierigen Start ins Berufsleben vor sich haben, erfahrene Paten zur Seite stellen – Männer und Frauen, oft Rentner, die die jungen Leute von der Bewerbung bis zum Abschluss der Lehre begleiten.

Der Reporter des ARD – Morgenmagazins Thomas Schindler hat in Köln zwei Patentandems begleitet – eins steht noch am Anfang der Berufstätigkeit, das andere hat es schon bis zum 3. Lehrjahr geschafft.

Hier können Sie sich den Beitrag aus dem MoMa ansehen

RAG-STIFTUNG UND EVONIK STARTEN PRAKTIKUMSPROGRAMM „MATCHING 2020“ ZUR BERUFSORIENTIERUNG

Die RAG-Stiftung schafft mit 1,35 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren rund 1.500 zusätzliche Praktikumsplätze und ermöglicht Schülerinnen und Schülern aus dem Ruhrgebiet so wichtige Einblicke in die vielfältige Welt der Berufsausbildung, um sie auf die richtige Berufswahl vorzubereiten. Geschulte Ausbilder von Evonik führen die Praktika in den eigenen Betrieben durch. Dazu stehen aufeinander aufbauende Projekttage zu den naturwissenschaftlichen und technischen Berufsbildern, Exkursionen durch die Ausbildungsstätten, Berufsorientierung auf digitaler Basis mit Virtual-Reality-Brillen, vorbereitende Einstellungstests und individuelle Beratungsangebote auf dem Programm.
Zusätzlich haben Eltern und Lehrer die Möglichkeit, einen Praktikumstag in der Ausbildung von Evonik zu erleben.

Zur Pressemeldung

Lob – Kritik – Anregung

Möchten Sie

  • Lob anbringen?
  • Kritik äußern?
  • eine Anregung geben?

Der Vorstand der AusbildungsPaten freut sich auf Ihre Mitteilung per Email:
Vorstand@ausbildungspaten.de

Hinweis auf unsere nächste Seminarveranstaltung

(Anmeldung per E-Mail: info@ausbildungspaten.de oder per Telefon 02361-3060576
Bürozeiten: Dienstag 14 – 18 Uhr, Freitag 9 – 13 Uhr
Für Mitglieder sowie aktive bzw. passive Paten übernimmt der Verein die Kosten.)

Dienstag, 19. März 2019 – 18:00 bis 19:30 Uhr
Übergang Schule-Beruf mit System:
Kein Abschluss ohne Anschluss im Kreis Recklinghausen
Referentin: Janina Zaepernick, Kommunale Koordinierung „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW”,
Kreisverwaltung Recklinghausen
Ort: Erich-Klausener-Haus (EG), Kemnastr. 7, 45657 Recklinghausen

Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) lautet die Zielsetzung, wenn es um das landesweite System geht, in Nordrhein-Westfalen den Übergang von der Schule in den Beruf organisiert zu begleiten. Der Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder ein Studium soll für alle Jugendlichen nachhaltig verbessert werden, um unnötige Warteschleifen zu vermeiden.
Der Kreis Recklinghausen ist im Schuljahr 2013/14 in KAoA eingestiegen, um Jugendlichen ab Klasse 8 eine verbesserte Studien- und Berufsorientierung zu bieten und Anschlussperspektiven nach der Schulzeit zu ermöglichen.
Wie die Entwicklung von KAoA im Kreis Recklinghausen vorangeschritten ist und was dies für Ihre praktische Arbeit mit den Jugendlichen bedeutet, das erfahren Sie an diesem Abend.

Weitere Seminarangebote:

AusbildungsPaten

AusbildungsPaten im Kreis Recklinghausen e.V.
45657 Recklinghausen | Kemnastraße 7
Telefon: 02361 3060576 | info [at] ausbildungspaten.de

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